4.03 (Multi-)Professionelle Teams

4.3 Professionalisierung am Märkischen Gymnasium Wattenscheid mit dem Schwerpunkt: (Multi-)Professionelle Teams 

Stand: 04/2025 

1. Einleitung 

Eine zentrale Dimension innerhalb des Referenzrahmens Schulqualität stellt die Professionalisierung des schulischen Personals dar, insbesondere in der strukturierten Zusammenarbeit von Lehrkräften und anderen pädagogischen Fachkräften. (Multi-)professionelle Teams stellen sicher, dass die vielfältigen Anforderungen an schulisches Lernen, Beratung, Prävention und Erziehung gemeinsam getragen werden. 

Am Märkischen Gymnasium Wattenscheid verstehen wir Teamarbeit als eine wesentliche Voraussetzung für eine lernförderliche, integrative und präventiv orientierte Schulentwicklung. Die systematische Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams – also zwischen Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Schulseelsorge, externen Kooperationspartnern und weiteren pädagogischen Fachkräften – ermöglicht nachhaltige Maßnahmen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Gewaltprävention, Beratung und Krisenintervention. 

Diese Zusammenarbeit ist kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil der schulischen Qualitätsentwicklung und wird bei uns gezielt durch Gremien, Projekte und Kooperationsformate gefördert und evaluiert. 

2. Zielsetzungen 

  • Stärkung der professionellen Zusammenarbeit im Kollegium durch Teamstrukturen und regelmäßige Austauschformate 
  • Systematische Einbindung multiprofessioneller Expertisen zur Prävention, Beratung und Gesundheitsförderung 
  • Verbindliche Verankerung bestehender Projekte und Gremien als Teil eines schulischen Gesamtkonzepts 
  • Förderung einer Schulkultur, die auf Kooperation, Kommunikation und Transparenz basiert 

3. Standards 

Lehrkräfte arbeiten in Teams konstruktiv zusammen: 

  • Fachkonferenzen und Stufenteams arbeiten zielgerichtet an der Qualitätsentwicklung von Unterricht und schulischen Maßnahmen. 
  • Jahrgangsteams im Sekundarbereich I koordinieren pädagogisches Vorgehen, individuelle Förderung und Elternarbeit. 
  • Projektteams wie „Lions Quest“, „Fit4Future“ und „Gute Gesunde Schule“ werden durch Lehrkräfte gesteuert und kontinuierlich fortgebildet. 
  • Der Austausch zwischen den Lehrkräften und der Beratungslehrkraft sowie der Schulseelsorge erfolgt auf Augenhöhe und mit klaren Zuständigkeiten. 

In der Schule wird professionsübergreifend systematisch kooperiert: 

  • Das schulische Krisenteam (bestehend aus Lehrkräften, Schulleitung, Schulsozialarbeit, Schulseelsorge) agiert in akuten Krisensituationen. 
  • Die Schulsozialarbeit wird zurzeit in Kooperation mit dem Jugendamt aufgebaut; ihre Einbindung in Projekte wie das Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt ist geplant. 
  • Präventionsangebote wie Suchtprävention, Medienerziehung und das Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt werden durch interdisziplinäre Teams umgesetzt. 

4. Zukünftige Maßnahmen 

Lehrkräfte arbeiten in Teams konstruktiv zusammen: 

  • Anregung einer „Teamzeit“ zur regelmäßigen Koordination von Stufenteams (z. B. in Klasse 5 zur Umsetzung von Lions Quest) 
  • Aufbau eines digitalen Austauschs auf der Lernplattform zum projektbezogenen Arbeiten (z. B. Fit4Future – Ideensammlung, Evaluation
  • In der Schule wird professionsübergreifend systematisch kooperiert: 
  • Implementierung eines festen Austauschformats zwischen Schulleitung, Beratungslehrkraft, Schulsozialarbeit und Schulseelsorge (z. B. monatlicher „Runder Tisch Beratung“) 
  • Einrichtung einer Koordinierungsstelle (durch eine Lehrkraft A14), die Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung vernetzt 
  • Systematische Beteiligung externer Partner an schulischen Aktionen (z. B. Polizei bei Mobilitätsprojekten, Suchthilfe bei Aktionstagen) 
  • Erstellung eines „Präventionskalenders“ mit verbindlicher Projektplanung (z. B. Medienerziehung in Klasse 6 durch Lehrkräfte + Medienpädagogen ergänzend zur Teilnahme an “Fun and Risk im Netz”) 

5. Ausblick 

Die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams ist am Märkischen Gymnasium Wattenscheid bereits vielfältig angelegt. Um diese Strukturen zukunftsfähig weiterzuentwickeln, bedarf es klarer Verbindlichkeiten, transparenter Prozesse und gemeinsamer Zielsetzungen. Die benannten Standards und Maßnahmen sollen mittelfristig in ein übergreifendes Konzept zur „multiprofessionellen Schulentwicklung“ überführt werden, das regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt wird. So schaffen wir eine tragfähige Basis für professionelle Kooperation zum Wohl aller Schülerinnen und Schüler.