Stand: 04/2025
1. Grundlage
Dieses Konzept basiert auf den rechtlichen Vorgaben des Schulgesetzes NRW sowie auf dem Referenzrahmen für Schulentwicklung NRW. Es verfolgt das Ziel, eine demokratische Schulkultur zu etablieren, die allen Beteiligten Möglichkeiten zur Mitgestaltung des Schullebens und der Schulentwicklung gibt.
Dieses Konzept stellt die demokratische Gestaltung der Schulkultur in den Mittelpunkt und wird kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt.
2. Zielsetzungen
- Stärkung der demokratischen Mitbestimmung von Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten sowie des Kollegiums
- Verankerung demokratischer Prinzipien in den schulischen Strukturen und Entscheidungsprozessen
- Sensibilisierung für gesellschaftspolitische Themen durch aktive Teilnahme an schulischen und außerunterrichtlichen Initiativen
- Nachhaltige Verankerung von Projekten und Initiativen zur Demokratiebildung
3. Standards und Beispiele
Partizipationsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler:
- Klassensprecherwahl und Wahl von Stufensprechern
- Schülervertretung (SV): Aktive Mitgestaltung des Schullebens, Initiierung von Projekten und Veranstaltungen
- Regelmäßige Treffen (i.d.R. monatlich) zwischen Schulleitung und SV zur Schaffung von Transparenz über schulische Entwicklungen und zum demokratischen Austausch
- Neu: Schülerversammlungen: i.d.R. einmal im Monat trifft sich die Schulleitung mit der Jahrgangsstufe 5 (aufwachsend) zu einem Austausch in der zweiten großen Pause in der Mensa.
- Schulkonferenz: Mitbestimmung bei wichtigen schulischen Entscheidungen
- Mitarbeit in weiteren schulischen Gremien, z.B. Disziplinarkonferenz, Einstellungskommission
- Juniorwahl: Politische Bildung durch Simulation realer Wahlen
- Polittalk: Austausch zwischen Schülerschaft und politischen Entscheidungsträgern im Vorfeld anstehender Wahlen
- UNESCO-AG: Engagement für Menschenrechte, Vielfalt, Nachhaltigkeit und interkulturelles Lernen
- Verlegung von Stolpersteinen & Gedenkstättenfahrt (in Planung): Historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur
- Aktionen aus aktuellem Anlass (z.B. „Bochum bleibt bunt“): Engagement für Demokratie und Vielfalt
- Mitarbeit in Arbeitsgruppen (z.B. Schulordnung, Leitbildprozess…
Partizipationsmöglichkeiten für Erziehungsberechtigte:
- Klassenpflegschaft: Direkte Einflussnahme auf schulische Prozesse auf Klassenebene
- Schulpflegschaft: Vertretung der Elternschaft in schulischen Entscheidungsprozessen
- Schulkonferenz: Mitbestimmung der Erziehungsberechtigten an der Gesamtent-wicklung der Schule
- Kooperation mit externen Partnern (z. B. Bildungsbüro der Stadt Bochum, UNESCO-Organisation, …): Einbindung von Eltern in schulische Projekte
- Mitarbeit in weiteren schulischen Gremien, z.B. Disziplinarkonferenz, Einstellungskommission
Partizipationsmöglichkeiten für das Kollegium:
- Lehrerkonferenz und Lehrerrat: Vertretung der Interessen des Kollegiums in schulischen Entscheidungsprozessen
- Regelmäßige Treffen (i.d.R. monatlich) zwischen Schulleitung und Lehrerrat zur Schaffung von Transparenz über schulische Entwicklungen und zum demokratischen Austausch
- Fachkonferenzen (mind. 1x im Schuljahr) zur Mitbestimmung und Mitgestaltung auf Fachebene
- Langjährige Etablierung der Steuergruppe, deren Mitglieder durch die Lehrerkonferenz gewählt werden
- Mitarbeit in weiteren schulischen Gremien, z.B. Disziplinarkonferenz, Einstellungskommission…
- Mitwirkung in Arbeitsgruppen und Schulentwicklungsprozessen: Direkte Beteiligung an der Weiterentwicklung der Schule
- Unterstützung von demokratischen Projekten und Initiativen
4. Maßnahmen und Beispiele
- Etablierung der Gedenkstättenfahrt: Regelmäßige Fahrten zu Erinnerungsorten zur Stärkung der historisch-politischen Bildung
- Stärkung der SV-Arbeit: Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen und Workshop-Angebote
- Ausbau der Zusammenarbeit der Umwelt/Nachhaltigkeits-AG mit der UNESCO-AG: Entwicklung neuer Projekte zu globalen und lokalen Themen
- Engere Verzahnung zwischen SV, Schulpflegschaft und Schulkonferenz: Entwicklung neuer Austauschformate (z.B. ein Bar Camp zu Schuljahresbeginn) zur besseren Vernetzung und Zusammenarbeit
- Einrichtung eines Coworking Space für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte: als einen offenen Raum für kollaboratives Arbeiten, kreative Ideenentwicklung und Mitbestimmung von Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräften (und Eltern) schafft.